Der weltweite Erfolg von Elektroautos führt dazu, dass diese Fahrzeuge hunderttausendfach auf Frachtern transportiert werden. Und nicht nur immer mehr Autos, auch Energiespeicher und andere Akkus werden kreuz und quer durch die Ozeane verschifft. Damit steigt auch das Feuer-Risiko an Bord, wenn etwa bei der Produktion beschädigte Akkus in Brand geraten und sich spontan entzünden. Schon mehrfach lösten wahrscheinlich E-Auto-Akkus Brände auf Autofrachtern aus und verursachten auch für die Versicherer enorme Schäden.
Lithium-Akkus in Autos und Speichern "Brandrisiko Nummer Eins"
Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) schlägt nun Alarm. "Lithium-Batterien stecken in Smartphones, Spielzeugen, E-Autos und Speichern und haben sich im weltweiten Güterverkehr zur Brandursache Nummer eins auf Containerschiffen entwickelt", so der GDV in einem aktuellen Statement. Der GDV fordert deshalb neue Sicherheitsregeln für den Transport von Gütern, in denen die potenziell brandgefährlichen Akkus stecken.
"Das größte Risiko ist der sogenannte Thermal Runaway – eine Kettenreaktion in der Batterie, die Brände explosionsartig verstärken kann. Gerät eine Batterie in einen solchen Zustand, ist der Brand kaum zu löschen und kann noch Tage später wieder aufflammen. Diese besondere Gefährdungsdynamik wird im aktuellen Gefahrgutrecht nicht ausreichend berücksichtigt", sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Thermal Runaways spielten auch immer wieder Rolle bei Bränden von Elektroautos, etwa bei einer Brandserie von Teslas vor einigen Jahren und selbst bei der Entwicklung neuer Akku-Technologien.