Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben


Leben mit wilden Schimpansen

Vor allem ihre Beobachtung von Schimpansen machte Goodall weltberühmt. Sie lebte 25 Jahre lang im "Gombe Stream National Park" in Tansania mit wilden Schimpansen zusammen. "Eines ist sicher: Den Gombe-Nationalpark, in dem ich 1960 anfing, gäbe es ohne mich gar nicht mehr und auch keinen Wald und keine Schimpansen", schrieb Goodall in der Terra-X-Kolumne auf ZDFheute 2022.

  • Ein Nachruf von Theo Koll

Nach ihrer Rückkehr 1986 setzte sie sich unermüdlich für den Schutz der Menschenaffen und ihrer Lebensräume ein. Der Nachweis, dass die Schimpansen ihre Werkzeuge nicht nur benutzen, sondern auch herstellen, brachte ihr den Durchbruch in der Primaten-Forschung.

Oft wurde ihr Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen, weil sie den von ihr beobachteten Tieren Namen gab statt der zuvor üblichen Nummern. Sie war überzeugt, "dass wir Menschen nicht die Einzigen mit Persönlichkeit sind, mit Verstand und Emotionen".

Jane Goodall steichelt einen Affen

Jane Goodall hat nicht nur ein wissenschaftliches, sondern auch ein persönliches Verhältnis zu den Schimpansen. (Archivbild)

Quelle: dpa


1965 promovierte sie ohne jegliches Hochschulstudium mit einer Ausnahmegenehmigung an der Universität Cambridge. Mit ihren Verhaltensbeobachtungen trug die Ethnologin maßgeblich zu einem besseren Verständnis der nächsten Verwandten des Menschen bei. "Das Mindeste, was ich tun kann, ist, für die zu sprechen, die es nicht selbst tun können", sagte sie.

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