„Wir lassen sie jeden Cent bezahlen“: Die Rückführung französischer Influencer nach Dubai spaltet die Gemüter.

Hunderte französische Staatsbürger in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die zwischen die Fronten einer unerwarteten militärischen Eskalation geraten sind, warten auf ihre mögliche Rückführung.

Screenshot 2026 03 02 193920

Darunter haben mehrere Medienschaffende zu Hilfsaktionen aufgerufen. Diese Mobilisierung hat in Frankreich eine hitzige Debatte über nationale Solidarität und individuelle Verantwortung ausgelöst.

Seit den iranischen Angriffen auf mehrere Golfstaaten hat sich die Sicherheitslage in der Region drastisch verschlechtert. Die Schließung des Luftraums der Vereinigten Arabischen Emirate hat viele Ausländer an der Ausreise gehindert. Urlauber, im Ausland lebende Personen und Arbeiter sitzen nun fest und befinden sich in völliger Ungewissheit.

In den sozialen Medien teilten einige Franzosen ihre Besorgnis, indem sie Bilder von Rauchwolken posteten und von den Explosionen berichteten, die in der Nacht zu hören waren. Darunter waren bekannte Persönlichkeiten wie Maeva Ghennam und Élodie Gossuin , die sich derzeit mit ihrer Familie in Dubai aufhält. Alle beschrieben eine Atmosphäre des Schocks, geprägt von Angst und der Unmöglichkeit einer baldigen Rückkehr nach Frankreich.

Der Hilferuf, der spaltet

Maeva Ghennam, die in einem viel geteilten Video ihren Pass in der Hand hielt, bat Frankreich um Schutz und erklärte, sie habe in Panik geschrien, als sie einen Streik hörte. Ihr Bericht löste, wie die anderer Influencer, sofort eine hitzige Kontroverse aus. Einige Internetnutzer kritisierten die übertriebene Dramatisierung, während andere ihre Solidarität bekundeten.

Im Zentrum der Debatte steht die Steuersituation mehrerer Influencer mit Wohnsitz in Dubai, das für seine niedrige Einkommensteuer bekannt ist. Ihr Hilferuf an die französische Regierung wirft bei einigen Fragen auf. Die Kontroverse fand sogar Eingang in die Radiosendung „ Les Grandes Gueules “, wo die Gäste heftig reagierten.

„Sie sollten die Rückführungskosten tragen.“

Screenshot 2026 03 02 193925

Der Eisenbahner und Kolumnist Bruno Poncet sprach sich für die Rückkehr französischer Staatsbürger aus, allerdings unter Bedingungen. Seiner Ansicht nach sollten die Kosten für die Rückführung von den Betroffenen selbst getragen werden , insbesondere von jenen, die aus steuerlichen Gründen ausgewandert sind. Er wies auf eine gewisse Ironie hin: Gerade diejenigen, die Frankreich mitunter kritisieren, suchen nun dessen Hilfe.

Der Anwalt Charles Consigny schloss sich dieser Ansicht an und argumentierte, der Staat müsse die Sicherheit seiner Bürger gewährleisten und gleichzeitig die vollständige Erstattung der entstandenen Kosten fordern. „Selbst wenn es sich um 100.000 Euro pro Person handelt, muss jeder Cent erstattet werden“, betonte er und wandte sich dabei gezielt an bestimmte Medienschaffende.

Reaktion und Begründung der Beteiligten

Als Reaktion auf Kritik stellte Maeva Ghennam klar, dass ihre Liebe zu Dubai nicht bedeute, Frankreich zu verleugnen. Sie erklärte, ihren Steuerpflichten nachzukommen und wies jeglichen Verratsvorwurf zurück. Die junge Frau verurteilte zudem den Spott gegenüber Menschen, die unter Angstzuständen leiden, und erinnerte daran, dass niemand freiwillig unter der Bedrohung von Raketen leben möchte.

Ihre persönliche Situation verschärft die Lage zusätzlich: Nach einer Auseinandersetzung droht ihr 2025 ein Reiseverbot in den Vereinigten Arabischen Emiraten, und sie weiß nicht, ob sie jemals wieder nach Hause zurückkehren kann. Dies verstärkt die ohnehin schon angstauslösende Situation noch weiter.

Nationale Solidarität oder ein Prozess um die Absicht?

Screenshot 2026 03 02 193929

Die Kontroverse stößt jedoch nicht überall auf Zustimmung. Moderatorin Joëlle Dago-Serry vertritt eine versöhnlichere Position und verweist darauf, dass Frankreich bereits in weitaus heikleren Situationen Rückführungen durchgeführt hat. Für sie bedeutet Staatsangehörigkeit Schutz, unabhängig von sozialem Status oder Einkommen.

Sie prangert die unverhältnismäßige Verfolgung von Influencern an und argumentiert, dass deren Sichtbarkeit lediglich die Notlage vieler Menschen verstärkt. Hinter den Medienfiguren stehen auch Familien, Angestellte und Kinder, die mit einer unvorhersehbaren geopolitischen Krise konfrontiert sind.

Eine erklärte diplomatische Priorität

Die französische Botschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten bekräftigte ihrerseits, dass Abflüge weiterhin unmöglich sind, solange der Luftraum gesperrt bleibt. Die Behörden appellieren an die Bürger, die Sicherheitsvorkehrungen strikt einzuhalten: zu Hause bleiben, offene Plätze meiden und sich von Fenstern fernhalten.

Am Quai d'Orsay berief Außenminister Jean-Noël Barrot einen Krisenstab ein und bekräftigte, dass die Sicherheit französischer Staatsbürger im Ausland „absolute Priorität“ habe. Fast 1,8 Millionen Franzosen leben außerhalb Frankreichs, was das Ausmaß der Herausforderungen im Falle einer internationalen Krise verdeutlicht.

For complete cooking times, go to the next page or click the Open button (>), and don't forget to SHARE with your Facebook friends.