Schaulustige behindern im Fall Rebecca die Ermittlungen
Ob bei dem Großeinsatz Beweismittel sichergestellt wurden, ließ der Sprecher der Staatsanwaltschaft zunächst offen. "Eine der größten Herausforderungen ist der Zeitablauf", sagte Petzold. Knapp sechseinhalb Jahre nach Verschwinden des Mädchens seien Beweismittel nur noch im begrenzten Umfang oder gar nicht mehr vorhanden.
Hinweise erhoffen sich die Ermittler auch durch einen Zeugenaufruf zum Auto der Familie. Sie fragen, wer den pinkfarben lackierten Wagen rund um den 18. Februar 2019 im Bereich der Autobahn 12 in Fahrtrichtung Polen oder Tauche gesehen habe. Dazu verteilte die Polizei auch Flyer.
Nicht zuletzt durch die Popularität des "True-Crime"-Genres in Online-Artikeln, sozialen Medien, Büchern, Podcasts und Fernsehsendungen hat der Fall Rebecca enormes Interesse hervorgerufen. Das hat auch dazu geführt, dass Mediennutzer nicht einfach nur die Ermittlungen verfolgen, sondern selbst im Netz spekulieren und sogar versuchen, selbst zu "ermitteln". "Grundsätzlich haben wir Probleme auf mehreren Ebenen", sagte der Berliner Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner RTL [rtl.de]. "Wenn Hobbydetektive einen mutmaßlichen Tatort finden, dann zertrampeln die den Tatort und unsere Spuren sind für die Tonne."
Der Fall Rebecca Reusch steht auch besonders im Fokus von Tiktokern und Youtubern, die auf eigene Faust ermitteln und ihre Spekulationen für Klicks verbreiten. Unter anderem streamten Menschen stundenlange Suchaktionen in Brandenburger Waldstücken live, gefolgt von hunderten Teilnehmern.
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