Auch Affen sind zum Rollenspiel fähig, und das ist "revolutionär".

 

Im zweiten Experiment füllten die Wissenschaftler echte Säfte in ein Glas und imaginäre Säfte in das andere. Kanzi konnte in den meisten Fällen zeigen, welches Glas echten und welches imaginären Saft enthielt. Im dritten Experiment füllten die Wissenschaftler imaginäre Trauben in zwei Schüsseln und leerten eine davon. Auch hier zeigte der Affe auf die Schüssel mit den restlichen imaginären Trauben.

In der britischen Zeitung The Times(neues Fenster)Christopher Krupenye, einer der beiden Autoren der Studie, ist begeistert: „Das ist ein Wendepunkt. (...) Vorstellungskraft galt lange als entscheidender Bestandteil der menschlichen Natur, doch die Erkenntnis, dass sie nicht nur uns Menschen vorbehalten ist, ist wahrhaft revolutionär. (...) Sie regt uns dazu an, zu hinterfragen, was uns auszeichnet und was in den Köpfen anderer Lebewesen vorgeht.“ In ihrer Studie erklären er und sein Co-Autor: „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Fähigkeit, sekundäre Repräsentationen fiktiver Objekte zu bilden, zumindest Teil des kognitiven Potenzials eines in menschlicher Umgebung aufgewachsenen Affen ist und dass sie wahrscheinlich sechs bis neun Millionen Jahre zurückreicht, zu unseren gemeinsamen Vorfahren.“ Die Studie muss jedoch fortgesetzt und auf andere Affenarten angewendet werden.

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